Artenvielfalt, Lebensraum und Lebensweise unserer heimischen Fauna

Am 30. Juli 2017 um 15.00 Uhr wurde die neue Ausstellung „Born to be Wald“ im Südsauerlandmuseum Attendorn eröffnet. Sie kann bis zum 23. Oktober 2017 besucht werden.

Erst als es in Mitteleuropa schon längst keine Urwälder mehr gab, schufen Maler und Dichter das Waldesdunkel und den von Wölfen und Zwergen bevölkerten Mythos Wald. Deutschland ist eigentlich ein natürliches Heimatgebiet von Laubwäldern, doch heute besteht mit 55,5 Prozent der größte Teil der Wälder aus wirtschaftlichen Gründen aus Nadelbäumen. Die Fichte – der Baum des Jahres 2017 – ist mit einer Wuchsfläche von 2,76 Millionen Hektar hier die häufigste Baumart.

Doch auch diese Wirtschaftswälder sind bevölkert. Die Ausstellung zeigt auf, wer bei uns in Wald und Flur lebt und wohnt. Viele Tiere leben sehr versteckt und sind nur ganz selten zu beobachten. Die Ausstellung stellt die wichtigsten Lebensräume unserer Heimat, ihre typischen Bewohner und Lebensgemeinschaften vor. Sie informiert auf anschauliche Weise über ökologische Bedeutung und Bedingung.

Wald oder Stadt macht für manche Wildtiere keinen Unterschied und sie erobern sich auch die Stadt! Viele Arten sind inzwischen richtige Stadtpflanzen geworden. Wie sie leben und welche Vorteile sie davon haben, erfährt man in dieser Ausstellung. Wir haben also wilde Untermieter, die direkt vor unserer Haustüre entdeckt werden können!

Die Ausstellung stellt die Vielfältigkeit und Schönheit unserer heimischen Tierwelt vor. Sie schärft den Blick für die Zusammenhänge in unserer Natur und weckt das Verständnis und die Toleranz gegenüber unseren vierbeinigen Mitbewohnern.

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